Leserbriefe

Sonnenhungrige und Badegäste freuen sich zu Recht wieder auf den "Bega-Beach"

Bega-Beach wird sich nicht bis zur Pagenhelle hinziehen

Im Uferbereich der Bega am Langenbrücker Tor tummelten sich im Spätsommer Sonnenhungrige und auch schon einige Badegäste. Es war zu befürchten, dass später der gesamte Abschnitt nach der Hochwasserschutzmaßnahme „überrannt“ würde. Einen natürlicher Schutzwall geben die Ersatzpflanzungen von bestimmten Sträuchern, wie zum Beispiel dem Weißdorn. Die BfL hatte eine Liste von Sträuchern für eine spätere Bepflanzung des Geländes um die entstehende Flutmulde eingereicht. Von der Verwaltung wurde bestätigt, dass diese Arten vorrangig gepflanzt werden sollen. Somit kann wohl davon ausgegangen werden, dass Tiere hier weiterhin ein Rückzugsgebiet finden und die Pflanzenwelt sich nach den Baumaßnahmen neu entwickelt. 

 

 Unser Foto zeigt die Bega am Langenbrücker Tor im Winterschlaf.

 

Leserbrief

Zweierlei Maß bei der Kundenbetreuung?

Zum  Bericht: „Volksbank schließt drei Geschäftsstellen“ LZ vom 03.August 2016

 

Das Schließen der Filialen der Geldinstitute in OWL geht unvermindert weiter. Irgendwann wird es dazu kommen, dass es nur noch in den Zentren Beratungsbüros gibt. Bei den Schließungen wird aber wohl mit zweierlei Maß gemessen. Die Verant­wortlichen in Südlippe haben den Kunden nicht ganz aus den Augen verloren. Damit der Kunde wenigstens weiter am Geldautomaten sein Geld abheben kann, sind die Volksbank Ostlippe und die Sparkasse Paderborn/Detmold eine Kooperation einge­gangen. Diese Serviceleistung wurde den Kunden der Sparkasse Lemgo im Frühjahr 2016 verwehrt, als die Filiale Kirchheide geschlossen wurde. Im Antwortschreiben des Vorstandes hieß es einfach und schlicht: Der gemeinsame Betrieb eines Geld­automaten mit der Volksbank Bad Salzuflen ist derzeit leider nicht möglich. Auf nochmalige Nachfrage bekam ich folgende schriftliche Antwort: Nach Auffassung des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe sind Geldautomatenkooperationen, z.B. zwischen einer Volksbank und einer Sparkasse, angesichts der Marktstärke der Kreditinstitute und möglicher wettbewerblicher Auswirkung (marktbeherrschende Position) als kritisch zu sehen.

Heute frage ich mich, war dies beim Vorstand und Verwaltungsrat der Sparkasse Lemgo nur ein Vorwand oder Gleichgültigkeit dem Kunden gegenüber. Die Geld­institute im lippischen Südosten haben sich auf jeden Fall für den Kunden ent­schieden, indem sie die Serviceleistung nicht gleich ganz auf null herunter gefahren haben.

Karl Horst Puchert, Lemgo

 

 

Leserbrief: Hochtrabende Wortschöpfungen

„Der neue Ratskeller soll im Frühjahr öffnen.“

 

Endlich ist es soweit, der Ratskeller wird wieder verpachtet.  Halleluja, das „Sahnestück“ der  Lemgoer Gastronomiebetriebe wird wieder in Betrieb genommen. 

Obwohl nicht erforderlich, denn die Stadt und die Bürger sind auch ganz gut ohne Ratskeller ausgekommen. Der Ratskeller wird durch die Stadt reanimiert und zwar mit einem Stromstoß von mehr als  500 000 Euro Steuergeldern, die anderweitig besser angelegt wären. Vielleicht sogar zum Schuldenabbau?

Die entscheidende Ratssitzung war wirklich interessant. Da nötigte der neue Pächter, verkündet durch den Bürgermeister, den Rat zu einer Entscheidung, um so den durchaus klugen Antrag des Herrn Golabeck auf Vertagung zu unterlaufen. Da wird vom Kämmerer  an den Glauben in die Zukunft appelliert. Den haben die meisten Bürger bereits verloren. Der Herr Dr. Pohlmann freut sich über den neuen Pächter und fordert ganz ohne Scham, zum Boykott der restlichen Gaststätten auf. Alle sollen gefälligst in den neuen Ratskeller gehen. Bei SPD und FDP sprechen sich die Fraktionsführungen zwar gegen die Geldverschwendung aus, aber oh Wunder, Teile ihrer eigenen Truppen folgen ihren nicht.

Dass dann die Grünen mit ihrem geballten gastronomischen Fachwissen dem neuen Pächter ein „außerordentlich professionelles Konzept“ bescheinigen, ist dann schon fast peinlich. Ähnliche Worthülsen haben wir bei dem letzten Pächter auch schon gehört.

Eines fällt immer wieder  auf: Sobald unsere Verwaltungsspitze und Teile des Rates  die Worte Zuschuss, Fördermittel oder Beteiligung hören, setzt bei ihnen verstärkter Speichelfluss ein. Dann fallen hochtrabende Wortschöpfungen, wie „Geld in die Hand nehmen“  (es ist ja nicht das eigene) oder  „ das sind Zukunftsinvestitionen“ (andere nennen es  Zukunftsverschuldung)

Ob es der Kirchplatz von St Nicolai war, oder die LED-Beleuchtung, oder irgendwelche unnütze Gutachten, oder jetzt der Ratskeller, sobald von zusätzlichen Geldern die Rede war, wurde „Geld in die Hand genommen“ und kräftig in die „Zukunft investiert“.

Vermutlich wird sich diese Geldverschwendung erst dann ändern, wenn jedes Ratsmitglied persönlich haftbar gemacht werden kann.

Zum Ratskeller noch ein Wort: „ Wenn Du merkst, du reitest ein totes Pferd, steige  ab. Ein neuer Jockey macht das Tier auch nicht wieder lebendig.“

 

Fritz Niebuhr

Wahmbecker Pfad 26

32657 Lemgo

 

Leserbrief: Gemeinde lässt die Poller stehen

 

Wieder einmal sind der Kirchplatz und die Gemeinde St. Nicolai in Person des Superintendenten Pastor Lange in den Schlagzeilen.  Diesmal aber nicht  weil Steuergelder abzugreifen sind, nein,  es sind ja bereits über eine ¼ Million Euro an Steuergeldern im Kirchplatz verbaut worden.

Ein Team des Landestheaters möchte mit zwei Kleintransportern auf den Kirchplatz, um ihre Ausrüstung in den Sitzungssaal zu tragen weil dieses der kürzeste Weg ist.

Nur gibt der Vorstand der Kirchengemeinde St Nicolai die Zufahrt nicht frei. Pastor Lange beruft sich dabei auf Auflagen der Denkmalpfleger aus Münster. Demnach ist das PARKEN am Gotteshaus auf ein Mindestmaß zu beschränken

Die Mitarbeiter des Landestheaters wollen dort aber  nicht PARKEN weil sie zu faul zum Laufen sind.  Sie wollen dort BE-und ENTLADEN. Sie wollen dort ARBEITEN!

Lieber Herr Pastor, Eigentum verpflichtet, ganz besonders dann, wen ein nicht geringer Teil von der Allgemeinheit bezahlt wurde,  288 000 Euro Steuergelder  sind schließlich kein Pappenstiel.

Bei der Finanzierung des Kirchplatzes haben Sie Ihren Ideenreichtum doch schon eindrucksvoll bewiesen.

Lassen Sie diese „Machtspielchen“ und verstecken Sie sich nicht hinter den Denkmalschützern, denen es vermutlich vollkommen egal  ist, ob da in Lemgo mal ein-oder zwei Autos auf dem Kirchplatz entladen werden.

 

 

Leserbrief: Nein zur Lemgoer Umrüstung auf LED

 

Schön, das die LZ immer so gut informiert wird und auf dem Wege die neuesten Nachrichten an die Bürger weitergeben kann. In Lemgo soll es also in Kürze eine Umrüstung von 50% der Straßenlaternen auf die neue LED-Technik geben. Kosten nur eine knappe Million EUR. Und das Land gibt sogar noch 600.000 EUR dazu, wirklich eine klasse Sache. Und lt. dem techn. Beigeordneten und dem Bürgermeister amortisiert sich die Umrüstung schon in 6-8 Jahren.
Nun, den Spruch mit dem Griff in die Tasche des nackten Mannes kennt wohl jeder. Lemgo ist pleite. Verzweifelt werden Möglichkeiten gesucht, um Einsparungen zu verwirklichen. Die Bürger müssen wieder tiefer in die Tasche greifen, um der Stadt eine Haushaltssicherung zu ersparen und dann lesen wir Alle von der Umstellung auf LED und den Geldern dafür, die weder die Lemgoer Kasse hergibt, denn wie ge- schrieben, der Pleitegeier kreist bereits über St. Nikolai, noch die Landeskasse her- gibt, denn auch dort sind selbige Tiere bereits im Tiefflug gesichtet worden.
Spielplätze sollen abgebaut werden, städtische Häuser verkauft werden, sparen müssen Alle, Gebühren werden erhöht usw.
Man fragt sich, was dann solche Vorstöße sollen, die noch nicht mal in Ausschüssen diskutiert wurden, jedoch in der Presse als bereits so gut wie sicher dargestellt werden. Will sich da jemand profilieren? War ja wieder ein gelungenes Foto in der Presse! Ich bin der festen Ansicht, diese Gelder sind in der jetzigen Zeit besser auszugeben, als noch mal eine knappe Million auf den Lemgoer Schuldenberg, sowie 600.000 EUR auf den Landesschuldenberg drauf zu packen.
Daher ein klares NEIN zur LED-Technik in den nächsten Jahren.

Dirk Wilmsmeier
Hengstheide 1
32657 Lemgo