Verkehrsaufkommen am Vogelsang und Spiegelberg hinterfragt

BfL-Fraktion sieht weiteren Beratungsbedarf

Lemgo. Manchmal soll alles sehr schnell gehen, für die Planer ist alles durchdacht und am Reißbrett stimmen die Fakten. Wenn dann aber die Pläne auf dem Tisch liegen und noch nicht vollständig sind, kommt manch Entscheider ins Grübeln. So auch beim Bebauungsplan zur Errichtung der Astrid-Lindgren-Schule. Da wurde von Seiten der BfL-Fraktion noch Beratungsbedarf angemeldet und das war richtig so. Dem Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung lagen kein Lärmgutachten, Bodengutachten, Artenschutzgutachten und auch kein Verkehrsgutachten vor.

Wiederholt wurden Stimmen der Anwohner am Vogelsang und Spiegelberg laut, dass die Verkehrssituation durch die Gesamtschule bereits unerträglich ist. Nach internen Beratungen fordern jetzt die „Bürger für Lemgo“ (BfL) eine Verkehrszählung. Unabhängig von den Beratungen im Fachausschuss wurde dem Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Sieweke darauf mitgeteilt, dass Verkehrszählungen im Herbst 2016 durchgeführt worden sind und das Verkehrsgutachten zwischenzeitlich vorliege. Das Gutachten soll während der nächsten Sitzung im Verkehrsausschuss am 15. Februar vorgestellt werden. Auf nochmalige Anfrage wurde von der Verwaltung bestätigt, dass im Herbst 2016 zwei voneinander unabhängige Verkehrszählungen stattgefunden haben. Diese  sowohl an Wochentagen, am Wochenende und zu den berüchtigten Stoßzeiten, also zu Beginn und Ende der Schulzeiten. Falls das Gutachten zeigt, dass der Verkehr im Rahmen bleibt, sieht Wolfgang Sieweke hier ein gefühltes Mehraufkommen von Fahrzeugen. Um diesem zu begegnen, müssen Lösungen gefunden werden, die nicht nur über gesetzliche Bestimmungen zu regeln sind. Vielmehr sieht Sieweke hier auch einen Ansatz für Gespräche mit den Eltern. Müssen die Schüler unbedingt bis vor die Schule gefahren werden? Kann die Parksituation beim Abholen der Kinder nicht dadurch entspannt werden, wenn der Vogelsang nicht direkt angefahren wird? Für die BfL ist die Verkehrssituation schon lange prekär, dies unabhängig von dem zusätzlichen Schülerverkehr, der durch den Bau der Astrid-Lindgren-Schule entstehen  würde.