Von fremden Windrädern eingekesselt

Einwohner befürchten Verlust ihrer Lebensqualität

Lemgo. Nicht von ungefähr kommt es, wenn sich Lemgoer Einwohner nach Bad Salzuflen begeben, um dort an einer Bürgerversammlung aktiv teilzunehmen. Hatten die Bürger vor allem im Lemgoer Norden erreicht, dass die Potentialzonen reduziert wurden, um eine Umzingelung zu vermeiden, so kommt die Gefahr jetzt von der Nachbargemeinde. Die Stadt Bad Salzuflen ist im Begriff, durch Änderung der Flächennutzungspläne, den Bau von weiteren größeren Windrädern zu ermöglichen. Außerdem sollen wahrscheinlich einige der elf Windkraftanlagen, die angrenzend zum Lemgoer Stadtgebiet aufgestellt sind, durch größere und höhere ersetzt werden.

Durch diese Einkesselung, durch höhere Lärmbelästigung und eine weiträumige Schlagschattenwirkung wird die Lebensqualität in den Ortschaften Brüntorf, Istorf, Kirchheide  und Welstorf erheblich beeinträchtigt, so der stellvertretende Vorsitzende im Ortsausschuss, Karl Horst Puchert (BfL).

Wir wollen wissen, so der Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Lemgo“ (BfL), Wolfgang Sieweke, ob die Stadt Lemgo indirekt Einflussmöglichkeiten hat. Wie wird eine Stellungnahme erfolgen, im Zuge eines Verwaltungsaktes oder wird die Politik mit einbezogen? Darüber hinaus erscheint es uns grundsätzlich wichtig einmal festzustellen, wie eine negative Stellungnahme der Nachbarkommune auf den weiteren Entscheidungsprozess Einfluss nimmt. Die Fragen werden auf der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 21. November von der Verwaltung beantwortet.

 

 

Markus Baier referiert vor der BfL-Fraktion Route der Sinne im Rahmen des weiteren Bega-Ausbaues Lemgo. Markus Baier, städtischer Geschäftsbereichsleiter Stadtplanung und Bauen der Alten Hansestadt Lemgo, war Gast in der letzten Fraktionssitzung der „Bürger für Lemgo“ vor der Sommerpause. Er berichtete anhand einer großen Fotokarte über den bisherigen und zukünftigen Ausbau der Bega im Rahmen des Hochwasserschutzes. Bekannt ist, dass der Bereich im Westen Lemgos bis hin zum Langenbrücker Tor bereits fertig gestellt ist. Der vorgegebene Zeitplan wurde eingehalten.

Vom Langenbrücker Tor bis zum Braker Schloss wird neben dem Flusslauf der Bega eine breit angelegte Flutmulde entstehen. Mit dieser Maßnahme soll der Fluss bei erhöhtem Wasseraufkommen entlastet werden. Die Wassermassen können sich breitflächig verteilen, um dann wieder geordnet und deutlich langsamer als bisher in die Bega zu fließen. Dies geschieht durch eine sogenannte Raugleite, ähnlich wie die installierte Sohlgleite im Bereich des Langenbrücker Tors. Für diese Maßnahme muss auch alter Baumbestand gerodet werden. Später wird mit artgerechten Hölzern ein neues Landschaftbild geschaffen. Dass auch einige Obstbäume für den Hochwasserschutz geopfert werden müssen, ist aus Sicht von Baier unumgänglich.

Im Fokus der anschließenden Diskussion stand der einstimmige Beschluss über die neue Wegführung der Route der Sinne des Haupt- und Finanzausschusses im Sommer 2015. Die Umweltverbände NABU und BUND sowie die „Bürger für Lemgo“ standen den Plänen im Vorfeld kritisch gegenüber. Erst als feststand, dass die Wegführung in Form einer liegenden Acht den Uferbereich der Bega nur an einigen Stellen streifen wird, konnten die Bedenken für die BfL weitestgehend ausgeräumt werden. Auch beruhigt die Aussage, dass keine weiteren Maßnahmen zur Darstellung einer Sichtachse zum Braker Schloss vorgesehen sind.

Die Planungen für den Verlauf der Verbindungswege und die künstlerische Gestaltung werden in diesem Herbst beginnen. Neben den Vorschlägen der Fachleute kann sich der Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Lemgo“ (BfL), Wolfgang Sieweke, vorstellen, dass die Einbeziehung der Lemgoer Bevölkerung, wie bei der Umgestaltung der Breite Straße und der Mittelstraße, erfolgen sollte. Die Umsetzung der Pläne sind erst 2018/2019 möglich. Art und Umfang ist aber auch abhängig von der Bewilligung des Städtebauförderungsprojektes.

Bisher sind nur die Kosten für den Hochwasserschutz abgesichert. Wenn alles nach Plan läuft, wird eines der größten Projekte auf Lemgoer Gebiet

2020/2021 abgeschlossen sein.

 

Foto: Markus Baier zeigt den Fraktionsmitgliedern der „Bürger für Lemgo“

(BfL) anhand einer großen Fotokarte den weiteren Verlauf der Baumaßnahmen und erklärt den möglichen Verlauf der Route der Sinne aus seiner Sicht.

 

Wanderung an der Silbermühle unterhalb der Velmerstot

Lemgo/Horn Bad Meinberg. Wenn politisch orientierte Gruppen die Wanderstiefel schnüren, dann meist nicht nur an der puren Lust zum Wandern. So auch zu Beginn der Sommerpause die „Bürger für Lemgo“ (BfL). Im Stadtgebiet Lemgo gibt es nach unserem Kenntnisstand nur einen Rundwanderweg im Stadtwald an den Försterteichen, so der Vorsitzende der Wählergemeinschaft, Bernd von Nordheim. Touristisch gesehen sollte daher einmal überdacht werden, ob neben den vielen Möglichkeiten in der Kernstadt die Ortsteile weiter mit einbezogen werden können. 

Zum besonderen Kleinod in Lippe zählen seit langem die Rundwanderwege an der Silbermühle mit dem Anstieg auf die höchste Erhebung des Teutoburger Waldes/Eggegebirge, die Velmerstot. Die Wandergruppe der „Bürger für Lemgo“ (BfL) begann ihre Wanderung mit einer Orientierung an der übersichtlichen Hinweistafel. Es wurden zwei verschiedene Rundstrecken unterhalb des Bergmassivs in Angriff genommen. Der recht beschwerliche Anstieg zur Höhe 464, wurde witterungsbedingt erst einmal ausgespart, da sich der Sommer an diesem Samstag von seiner besten Seite zeigte. Sehr beeindruckt waren die Lemgoer Kommunalpolitiker vor allem von dem Wanderweg entlang des Silberbaches zur Kattenmühle. Hier wird die Wegführung ganz der Natur angepasst. Meist im Schatten des Mischwaldes mit seinem alten Baumbestand ist dieser Weg nicht nur im Sommer ein Geheimtipp. Mit dem Gedanken, auch in Lemgo weitere Möglichkeiten für Wanderfreunde zu schaffen, wurde nach einer Stärkung im Ausflugslokal Silbermühle die Heimfahrt wieder angetreten.

 

Das Foto zeigt einen Teil der Wandergruppe der „Bürger für Lemgo“ (BfL) während der Erkundung des Rundwanderweges an der Silbermühle unterhalb der Velmerstot in Horn/Bad Meinberg.

 

 Die Hinweistafel am Parkplatz „Silbermühle"

 

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