Baumfällungen am Entruper Weg sorgen für Unverständnis

BfL: Zukünftig müssen gemeinsame Lösungen her

Lemgo. Baum für Baum: Wir pflanzen gemeinsam, ist ein Thema während der Plant for the Planet Akademie am Samstag, 12.03.2016, in der Karla-Raveh-Gesamtschule. Mit was für einem Gefühl werden wohl die Kinder und Jugendlichen zu dieser Veranstaltung fahren, wenn ihr Weg vorher durch die Ortschaft Entrup führt?

Auf einer Strecke von ca. einem Kilometer mit kleiner Unterbrechung wurde der Hang stadteinwärts am Entruper Weg neben dem Rad-Fußweg total kahl geschlagen. Bäume, teilweise mit einem Durchmesser von über 30 cm und Buschwerk wurden radikal abgeholzt. Ein Lebensraum für Kleintiere und der Vogelwelt wurde innerhalb von Stunden vernichtet.

An das neue Bild muss man sich erst einmal gewöhnen und es wird noch lange dauern, bis wenigstens etwas Buschwerk die dicken Baumstümpfe verdeckt. Wiederholt haben Kommunalpolitiker und Umweltverbände den Radikalschnitt angeprangert. Am nächsten Dienstag, 23.02.2016, werden Ratsherr Karl Horst Puchert und der sachkundige Bürger und Landschaftswärter Lienhard Meßling von den „Bürger für Lemgo“ (BfL) im Umweltausschuss kritische Fragen stellen. Sie wollen wissen, wer diesen Kahlschlag veranlasst hat. Für den Entruper Weg und den Rad-Fußweg ist wahrscheinlich das Land NRW zuständig. Ob dies auch für den teilweise recht ausladenden Hang zutrifft, muss die Verwaltung beantworten. In der Vergangenheit haben vor allem die Umweltverbände BUND und NABU häufig das sogenannte auf den Stock schneiden bemängelt. Ein fachmännisches Ausdünnen ist zwar sehr arbeitsintensiv, lässt aber weiter Raum für die Tier- und Vogelwelt. Häufig war die Antwort der zuständigen Behörde, dass eine Ausdünnung nicht möglich sei, da das Buschwerk zu eng stehe und mit dem Baumbestand verwachsen sei. In Entrup wäre nach Meinung der „Bürger für Lemgo“ eine fachmännische Ausdünnung ohne viel Zeitaufwand möglich gewesen.

Der Hang am Ortsrand Richtung Stadtzentrum ist außerdem eine natürliche Grenze für Hochwild. Wir können nur hoffen, dass dieser Streckenabschnitt in Zukunft kein Unfallschwerpunkt durch Wildunfälle wird, erklärt Karl Horst Puchert (BfL). Weiter wollen wir anregen, dass die Verwaltung, Umweltverbände und der Umweltausschuss in Zukunft beurteilen, auf welchen Flächen der Baum-und Buschbestand großflächig auf den Stock geschnitten werden soll oder eine fachmännische Ausdünnung angebracht ist. Mitglieder der anderen Fraktionen im Umweltausschuss haben schon Zustimmung signalisiert und wollen auf eine gemeinsame Lösung hinwirken.

 

Umweltausschuss am 23.02.2016

Die Anfrage der BfL am 23.02.2016 im Umweltausschuss hatte eine größere Debatte ausgelöst. Sie führte soweit , dass der Ausschuss mehrheitlich einem Antrag der Grünen folgte, indem Straßen NRW gebeten wird, vor jeder Pflegeperiode Rat und Verwaltung eine Auflistung der geplanten Maßnahmen zur Verfügung zu stellen. Ratsherr Karl Horst Puchert (BfL) beantragte, dass in der nächsten Sitzung des Umweltausschusses der letzte Punkt der BfL-Anfrage neu behandelt und dazu neben den Umweltverbänden Nabu und BUND auch ein Fachmann von Straßen NRW eingeladen wird.

Der Punkt lautet:

„Wie können in Zukunft Verwaltung, Umweltverbände und Umweltausschuss zusammen arbeiten, mit dem Ziel, auf städtischen Grund und Boden (unabhängig vom Besitzstand) eine schonende Ausdünnung von Bäumen und Büschen an Wegesrändern durchzuführen?“

 

 

BfL-Antrag im Verkehrsausschuss beraten

Bei Sturm und Eis sicher unterwegs

Lemgo. Im Dezember 2015 hatten die „Bürger für Lemgo“ (BfL) im Rat beantragt, dass bei extremer Wetterlage die Beleuchtung eingeschaltet wird, dies auch außerhalb der offiziellen Zeiten und nur bei offiziellen Unwetterwarnungen. Der Bürgermeister hatte dazu erklärt, dass es in Lemgo grundsätzlich keine Probleme gibt und auch bei örtlichen besonderen Vorkommnissen die öffentliche Beleuchtung von der Feuerwehr eingeschaltet wird. Während der Ratssitzung konnte der Verfahrensablauf aber nicht genau und sicher aufgezeichnet werden. Daher hatten die „Bürger für Lemgo“ (BfL) beantragt, dass der Ablauf noch einmal im zuständigen Verkehrsausschuss dargestellt werden sollte. Während der letzten Sitzung des Ausschusses konnte der sachkundige Bürger Ulrich Schraer (BfL) darauf hinweisen, wie am Beispiel der letzten Blitzeiswarnung der Meldevorgang abgelaufen ist. Nicht weniger als viermal hatte sich die Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst des Kreises Lippe in Lemgo-Brake als Übermittler der Warnmeldung per SMS mit der Feuerwehrhauptwache in Verbindung gesetzt.

Der Leiter der städtischen Feuerwehr, Klaus Wegener, erklärte, dass sich die Zusammenarbeit zwischen der Leitstelle des Kreises Lippe und der Feuerwehr Lemgo sowie die Stadtwerke Lemgo als Durchführende der Maßnahme, gut bewährt hat. Der Antrag der „Bürger für Lemgo“ (BfL) hat gezeigt, dass sich die Bevölkerung in Lemgo auch in Zukunft auf ihre Ordnungskräfte verlassen kann. Im Endeffekt hat dieser Antrag auch auf die Rats- und Ausschussmitglieder beruhigend gewirkt, da im Notfall die öffentliche Straßenbeleuchtung über die Normalzeiten hinaus eingeschaltet bleibt oder eingeschaltet wird, so abschließend Ulrich Schraer (BfL). Diese Maßnahme dient der Sicherheit der Bevölkerung und wird nur in Extremsituationen eingesetzt.

 

BfL Pressedienst: Nikolaus überrascht Flüchtlingskinder

 

2015-12-06 Nikolaus beschenkt Flüchtlingskinder 027

Eingerahmt von dem großen Mann im roten Mantel freute sich eine Mutter aus Ghana mit ihren Kindern über die Überraschung. Auf dem Foto vor dem Nikolaus von links Herr Kamenber aus Südosteuropa und Victoria Mbir mit ihren Söhnen Paul Elias und Samuel aus Ghana

Lemgo. Äußerst zutraulich und kein bisschen ängstlich zeigten sich die Kinder in den Flüchtlingsunterkünften, als am Sonntag plötzlich der Heilige St. Nikolaus vor ihnen stand. Zusammen mit ihren Eltern und weiteren Mitbewohnern umringten sie den weisen Mann. Der Nikolaus war bekanntlich ein Bischof, der im vierten Jahrhundert in der Türkei lebte. Dort beschenkte er die armen Kinder in der Stadt Myra.

Am Sonntag, 06. Dezember, am Nikolaustag waren die „Bürger für Lemgo“ ausgeschwärmt und hatten in acht Unterkünften der Alten Hansestadt Lemgo 65 Flüchtlingskinder mit Überraschungstüten beschenkt.