Lippische Wochenschau: Straßen NRW zur Verkehrsführung EDEKA neu

Abbiegespur für PKW  ist eine innerstädtische Entscheidung

Lemgo.  Die Belastung durch ein erhöhtes Verkehrsaufkommen nach der Neugestaltung der Märkte in Brake wird enorm sein. Das befürchten die Anlieger im Ortsteil Brake. Nach vielen Beratungen, Gesprächen und Ortsterminen kamen die Mitglieder der BfL-Fraktion überein, dass der derzeitige Stand der Pläne nicht optimal ist. Ihr Antrag im Verkehrsausschuss am 12. Juli 2017, dass die Ausfahrt für Rechtsabbieger vom Grundstück EDEKA neu auf die Lemgoer Straße (Penny-Markt- Ausfahrt) auch für PKW genutzt werden soll, wurde mit großer Mehrheit angenommen. Die  Abfahrt für Rechtsabbieger auf die Lemgoer Straße auch für PKW  wird zu einer erheblichen Entlastung der Straße Wasserfurche führen. Darüber waren sich die Kommunalpolitiker und die Verwaltung einig. Laut Aussage der Verwaltung bedarf die Änderung auch der Zustimmung von Straßen NRW. Die Fachleute im Bauamt standen der Entscheidung der Politiker sehr skeptisch gegenüber.

Das wollten die „Bürger für Lemgo“ (BfL) so nicht hinnehmen und haben sich in einem Schreiben direkt an Straßen NRW  gewandt. Darin wurden weitere Argumente im Sinne des Beschlusses des Verkehrsausschusses aufgeführt.

Bernd von Nordheim erklärt: Von jedem Grundstück an der Lemgoer Straße können die Anlieger sowohl nach rechts als auch nach links auf die Lemgoer Straße fahren. Von jedem Geschäft (Bäckerei Pyka, Kiebitz-Markt, Bäckerei Meffert, Penny-Markt und Tankstelle) können die Kunden in beide Richtungen auf die Lemgoer Straße fahren. Von jeder Nebenstraße entlang der Lemgoer Straße besteht die Möglichkeit, sowohl links als auch rechts abzubiegen. Warum soll dies nicht auch aus der zukünftigen Ausfahrt des neuen Supermarktes möglich sein?

Das Antwortschreiben ließ nicht lange auf sich warten. Darin erklärt Birgit Husemann, dass sich Straßen NRW grundsätzlich nicht an dem innerstädtischen Entscheidungsprozess beteiligt. Dieses Schreiben hat Straßen NRW an die Stadtverwaltung weitergeleitet. Die „Bürger für Lemgo“ (BfL) erwarten jetzt in der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses eine entsprechende Stellungnahme.

 

Das Foto entstand bei einem Ortstermin der BfL-Fraktion vor der jetzigen Einfahrt des Penny-Markts, wo im Zuge der Baumaßnahmen die zweite Ausfahrt geplant ist. Hierbei erklärt Fraktionsvorsitzender Wolfgang Sieweke (im Vordergrund) den Fraktionsmitgliedern Karl Horst Puchert, Heinz-Werner Dubbert, Bernd von Nordheim und Reinhard Bichlmeier den möglichen Verlauf der Ausfahrt

 

LZ vom 25/26. Mai 2017: Der Drahtseilakt der Opposition

10 Jahre „Bürger für Lemgo“

Seit zwei Wahlperioden mischt die Wählergemeinschaft die Lokalpolitik auf. Dabei ist mit der BfL nur schwer „Koalition zu machen“. Die Mitglieder sind stolz auf ihre Unabhängigkeit.            

BfL-Fraktion 2017

Lemgo. Geboren wurden die „Bürger für Lemgo“ in den Leserbriefspalten der LZ. Ein Wort gab das andere. Die Schreiber: Jörg List, Bernd von Nordheim, Wolfgang Sieweke…. Sie waren sich einig im Widerstand. Im Widerstand gegen ….…….. Lesen Sie weiter:

LZ vom 25/26. Mai 2017

 

Merken

Verkehrsaufkommen am Vogelsang und Spiegelberg hinterfragt

BfL-Fraktion sieht weiteren Beratungsbedarf

Lemgo. Manchmal soll alles sehr schnell gehen, für die Planer ist alles durchdacht und am Reißbrett stimmen die Fakten. Wenn dann aber die Pläne auf dem Tisch liegen und noch nicht vollständig sind, kommt manch Entscheider ins Grübeln. So auch beim Bebauungsplan zur Errichtung der Astrid-Lindgren-Schule. Da wurde von Seiten der BfL-Fraktion noch Beratungsbedarf angemeldet und das war richtig so. Dem Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung lagen kein Lärmgutachten, Bodengutachten, Artenschutzgutachten und auch kein Verkehrsgutachten vor.

Wiederholt wurden Stimmen der Anwohner am Vogelsang und Spiegelberg laut, dass die Verkehrssituation durch die Gesamtschule bereits unerträglich ist. Nach internen Beratungen fordern jetzt die „Bürger für Lemgo“ (BfL) eine Verkehrszählung. Unabhängig von den Beratungen im Fachausschuss wurde dem Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Sieweke darauf mitgeteilt, dass Verkehrszählungen im Herbst 2016 durchgeführt worden sind und das Verkehrsgutachten zwischenzeitlich vorliege. Das Gutachten soll während der nächsten Sitzung im Verkehrsausschuss am 15. Februar vorgestellt werden. Auf nochmalige Anfrage wurde von der Verwaltung bestätigt, dass im Herbst 2016 zwei voneinander unabhängige Verkehrszählungen stattgefunden haben. Diese  sowohl an Wochentagen, am Wochenende und zu den berüchtigten Stoßzeiten, also zu Beginn und Ende der Schulzeiten. Falls das Gutachten zeigt, dass der Verkehr im Rahmen bleibt, sieht Wolfgang Sieweke hier ein gefühltes Mehraufkommen von Fahrzeugen. Um diesem zu begegnen, müssen Lösungen gefunden werden, die nicht nur über gesetzliche Bestimmungen zu regeln sind. Vielmehr sieht Sieweke hier auch einen Ansatz für Gespräche mit den Eltern. Müssen die Schüler unbedingt bis vor die Schule gefahren werden? Kann die Parksituation beim Abholen der Kinder nicht dadurch entspannt werden, wenn der Vogelsang nicht direkt angefahren wird? Für die BfL ist die Verkehrssituation schon lange prekär, dies unabhängig von dem zusätzlichen Schülerverkehr, der durch den Bau der Astrid-Lindgren-Schule entstehen  würde.