Ist Lemgo bereit für eine Veränderung?

Wolfgang SiewekeLemgo (ti). Politikverdrossenheit heißt das Zauberwort, mit dem Bürgermeisterkandidat Wolfgang Sieweke die Stimmen und Herzen der Lemgoer Bevölkerung zu erobern hofft. In seiner Rede zur Bürgermeisterkandidatur betonte er: „Wir wollen Unabhängigkeit von den Parteien demonstrieren“, verbunden mit dem Vorwurf, dass an der jetzigen Politikverdrossenheit der Bevölkerung der amtierende CDU-Bürgermeister Dr. Reiner Austermann nicht unschuldig sei. Die Wählergemeinschaft „Bürger für Lemgo“ hatte bereits Ende 2008 Wolfgang Sieweke zum Bürgermeisterkandidaten nominiert. Sieweke: „Neben Austermann und Gegenkandidat Golabeck muss es eine Alternative geben!“ Ein Bürgermeister sei allen Bürgern und nicht nur einer Partei verpflichtet.

Mannschaft der „Bürger für Lemgo“ steht fest

Die "Bürger für Lemgo"(BfL) haben in ihrer Hauptversammlung am 16.02.09 die Mannschaft für die Kommunalwahlen 09 aufgestellt. In, einer Pressemitteilung zufolge, „großem Einvernehmen“ wurden die Kandidaten für die Wahlbezirke bestimmt. 
Aus dem Stand heraus werde die Wählergemeinschaft "BfL" in allen 20 Wahlbezirken mit einem Direktkandidaten antreten.

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Darüber hinaus wurden die Listenplätze besetzt. Angeführt wird diese Liste vom Bürgermeisterkandidaten Wolfgang Sieweke, gefolgt von Bernd von Nordheim und Jörg List.
"Wir können mit einer kompetenten Mannschaft in den Wahlkampf gehen und brauchen den Vergleich mit anderen Parteien 
nicht zu scheuen" erklärt Wolfgang Sieweke.

Wollen eine andere politische Kultur

Lemgo (m­k). Die im März 2007 ge­grün­dete Wähl­er­ge­mein­schaft »Bür­ger für Lem­go« (B­fL) tritt im kom­men­den Jahr zur Kom­mu­nal­wahl in Lemgo an und stellt da­bei so­gar einen ei­ge­nen Bür­ger­meis­ter­kan­di­da­ten. Der Lem­goer Leh­rer und Kon­rek­tor an ei­ner Bie­le­fel­der Schule Wolf­gang Sie­weke wurde am Mon­tag­abend ein­stim­mig zum Kan­di­da­ten ge­wählt, der nun ge­gen Udo Go­la­beck (SPD) und ver­mut­lich den Amts­in­ha­ber Dr. Rei­ner Aus­ter­mann (C­DU) an­trit­t.
Wolfgang SiewekeIn sei­ner kämp­fe­ri­schen Be­wer­bungs­rede ging Sie­weke mit der bis­he­ri­gen Po­li­tik der Lem­goer Rats­mehr­heit hart ins Ge­richt. Da­bei kri­ti­sierte er vor al­lem die Bei­ge­ord­ne­ten­wahl so­wie die an­ge­sichts der ak­tu­el­len Haus­halts­lage aus sei­ner Sicht un­ver­ant­wort­li­chen Aus­ga­ben für die »Freie Wall­fahr­t« oder die Fahr­rad­straße »­Stein­stoß«. Auch das vor­läu­fige Schei­tern des Pro­jek­tes »­Markt­platz-West­sei­te« hätte laut Sie­weke nicht sein müs­sen. Im Ge­spräch mit Lippe ak­tu­ell er­klärte der 58-Jäh­ri­ge: »Von ei­nem Bür­ger­meis­ter er­warte ich, dass ein sol­ches Pro­jekt be­reits in der Vor­pla­nung ge­mein­sam mit al­len Rats­frak­tio­nen an­ge­gan­gen wird.« Ein in­ter­frak­tio­nel­les Tref­fen dürfte nicht erst dann statt­fin­den, nach­dem man sich in der Rats­sit­zung ge­gen­sei­tig mit Vor­wür­fen, An­schul­di­gun­gen und Be­lei­di­gun­gen ü­ber­häuft ha­be. »Ins­ge­samt for­dere ich mehr kon­struk­tive Zu­sam­men­ar­beit im Rat. Po­li­tik, die hin­ter ver­schlos­se­nen Türen statt­fin­det, ist für die Bür­ger Lem­gos nicht nach­voll­zieh­bar. Die Rats­sit­zun­gen ver­küm­mern so zu rei­nen Show­ver­an­stal­tun­gen. Wir wol­len eine an­dere po­li­ti­sche Kul­tur für Lem­go«, er­klärte Sie­we­ke. Im Wahl­kampf werde er viel Wert dar­auf le­gen, mit den Bür­gern ins Ge­spräch zu kom­men.