Bürger für Lemgo unterbreiten Vorschläge

Lemgo. Bereits vor der Sommerpause waren sich die Verkehrsexperten einig, dass sich in der Heustraße etwas verändern muss. Die Fahrradfahrer können nicht auf den großen Pflastersteinen fahren und die Anwohner befürchten, dass sie auf dem Gehweg von einem Radfahrer angefahren werden, wenn sie ihr Haus verlassen. Die Verwaltung will Abhilfe schaffen, ist aber noch in der Findungsphase. Eine Möglichkeit ist, auf einer Seite einen Teil der großen Pflasterung glattzuschleifen, dann behält das Ganze weiterhin den historischen Charakter. Eine andere Variante wäre, einen Radfahrstreifen asphaltiert wie auf dem Radweg Engelbert- Kämpferstraße aufzubringen.
Während einer Ortsbesichtigung kamen jetzt die Bürger für Lemgo auf die Idee, Nägel mit Köpfen zu machen. Warum nicht eine gute Radfahrstrecke über die Heustraße mit einem kleinen Schlenker durch die Breite Straße und dann weiter auf die Orpingstraße? Diesen Weg würden vor allem die Radfahrer verstärkt nutzen, die in den Osten der Alten Hansestadt wollen.
Häufig hören wir Klagen von Fußgängern und Läufern, die auf dem Hohen- und Lindenwall unterwegs sind. Sie fühlen sich auf diesem recht schmalen Teil des Wallweges durch Fahrradfahrer verunsichert, so Fraktionsvorsitzender Wolfgang Sieweke. Wahrscheinlich würde ein anderer Straßenbelag manchen Einheimischen veranlassen, nicht mehr über die Wallanlage zu fahren. Über einen Antrag der BfL-Fraktion wird wahrscheinlich in der Novembersitzung im Verkehrsausschuss beraten.

http://www.newsgo.de/wp-content/uploads/2018/10/Radwege-300x200.jpg
Die Orpingstraße in Lemgo




BfL fordert modernen Standard

https://www.slg-lemgo.de/media/custom/2340_1_1_g.JPG

Lemgo. Die alten Fahrkartenautomaten in den Stadtbussen streiken häufig. Sie zu reparieren oder zu ersetzen lohnt nicht mehr. Es gibt wohl auch kaum noch Ersatzteile. Doch es soll ab 2019 alles neu werden. So jedenfalls glauben es  die meisten Fahrgäste in unseren Stadtbussen. Der Zuschlag für einen neuen Vertrag, der über acht Jahre laufen soll, steht. Doch noch ist nicht alles in trockenen Tüchern. Es wird weiter über die Linienführung, vor allem der Linien 2 und 5, diskutiert.

Aber auch um die Fahrkartenautomaten ist manche Diskussion entbrannt. Denn wenn es nach der Ausschreibung geht, soll fast alles beim Alten bleiben. Hier sagen die „Bürger für Lemgo“ (BfL): Das kann es doch wohl nicht sein. Jeder Fahrgast, der ein Einzelticket einlösen will, muss auch in Zukunft möglichst passendes Kleingeld bereit halten. Mit Scheinen kann der Kunde auch zukünftig nicht bezahlen. Es bestehe zwar später die Option per Whats-App zu bezahlen. Doch schauen wir uns doch einmal um, welcher ältere Fahrgast wird diese Möglichkeit nutzen?

Die Bürger für Lemgo wollen das nicht hinnehmen und fordern eine verbesserte Service-Leistung. Dazu gehören Fahrscheinautomaten mit der Möglichkeit einer Wechselgeldausgabe, der Bezahlung mit Geldscheinen und des Einsatzes von ec-Karten. Wenn man bedenkt, so Ratsmitglied Karl Horst Puchert, dass die neuen Verträge bis 2026 laufen, muss man sich fragen, ob die Anschaffung nach fast altem Muster zeitgemäß ist. Bis zu Beginn des nächsten Jahres sollen die Änderungen umgesetzt werden und der Stadtbus nach neuem Muster fahren.  Noch ist es Zeit, einiges zu verändern. Doch die Zeit wird allmählich knapp. Am 12. September 2018 fallen erste Beschlüsse oder Empfehlungen im Verkehrsausschuss und Ende des Jahres wird der Rat der Alten Hansestadt Lemgo die endgültigen Entscheidungen treffen.

 

Windanlage Brüntorf

Am Standort der geplanten Windkraftanlage weist Alexander Gutsch den Landtagsabgeordneten Matthias Goeken in das Gelände ein. Auf dem Foto von links: Alexander Gutsch, Karl Horst Puchert, Dr. Michael .Beiner, MdL Matthias Gorken, Ralf Bittner, Jan Jansen, Jürgen Krüger

Lemgo/Kirchheide. Spontan kam es am Wochenende zu einem Kurzbesuch des Landtagsabgeordneten Matthias Goeken (CDU) aus dem Kreis Höxter. Dies nahmen Mitglieder des Ortsausschusses und Vertreter der Bürgerinitiative gegen weitere Windkraftanlagen im Raum Kirchheide/Brüntorf zum Anlass, mit dem Landtagsabgeordneten einen Ortstermin durchzuführen. Sie trafen sich am möglichen Standort der von der Firma Ostwind geplanten Windkraftanlage. Alexander Gutsch gab eine Einweisung in das Gelände und erklärte die möglichen Kriterien, vor allem zum Artenschutz und mögliche Gefahrenpotenziale in der Vorrangfläche im Raum Brüntorf.  Matthias Goeken, Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Landtages NRW wies auf viele Störfälle im Landkreis Paderborn hin. Kommunen sollten mehr Planungssicherheit haben. Daher wolle die Landesregierung derzeit Änderungen im Landesentwicklungsplan durchsetzen. Aber vor allem müsse aus Berlin ein Signal kommen, dass das Bundesbaugesetz (BBG) geändert wird. Daher empfahl er den Vertretern der Bürgerinitiative, sich auch mit den Abgeordneten des Koalitionspartners SPD in Verbindung zu setzen. Abschließend Karl Horst Puchert: Da die geplante Windkraftanlage noch im Genehmigungsverfahren ist, kann eigentlich nur der Zeitfaktor helfen, die 200 Meter hohe Anlage zu verhindern. Auf der ausgewiesenen Vorrangfläche könnten sonst auf weite Sicht insgesamt drei Anlagen aufgestellt werden.

Bild- und Textquelle: BfL